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Die Strahlenklinik behandelt alle bösartigen Tumorerkrankungen, einen Teil der gutartigen Tumore sowie nicht-tumoröse Entzündungs-, Hormon- und Alterserkrankungen, für die eine Strahlenbehandlung indiziert ist.

Für die Strahlenbehandlung werden je nach Tumorart und Lokalisation ganz unterschiedliche technische Mittel eingesetzt:

  • Für die Halbtiefen- und Tiefentherapie bilden drei moderne Linearbeschleuniger, die mit Bremsstrahlung oder schnellen Elektronen betrieben werden können, die Basis.
  • Insbesondere für die Behandlung gutartiger Erkrankungen steht eine Hochvolt-Röntgenanlage bereit.
  • Die Kontakt- und interstitielle Therapie wird in einer eigenen Abteilung mit Operations- und Applikationssaal mit Hilfe von Applikatoren durchgeführt, die über modernste Nachladeverfahren (drei Afterloading-Geräte) mit radioaktiven Strahlern beschickt werden.
  • Ebenso sind die technischen Voraussetzungen für die intraluminale Therapie in Gefäßen (Herzkranzgefäßen und periferen Gefäßen) sowie in Gallengängen aber auch in der Luft- und Speißeröhre mit speziellen Afterloadingverfahren gegeben.
  • Zur Konditionierung der Knochenmarkstransplantation bei malignen Lymphomen und Leukämien wird die Ganzkörperbestrahlung nach der Erlanger Sweeping Beam-Technik durchgeführt.
  • Maligne generalisierte Lymphome der Haut werden mit einer speziellen Technik der Ganzhauttherapie mit schnellen Elektronen behandelt.
  • Die stereotaktische kleinvolumige Bestrahlung (Radiosurgery) von Erkrankungen überwiegend im Gehirn kann einerseits in einem Stereotaxiering in einer einmaligen Sitzung oder fraktioniert mit Maske und Fixierung über das Gebiß ("bite block") erfolgen.
  • Zur Ergänzung der Strahlenbehandlung und zur Verbesserung der Ergebnisse wird bei bestimmten Tumorerkrankungen eine Wärmebehandlung eingesetzt, die mit speziellen Geräten für die Oberflächen- und Tiefenhyperthermie sowie für die interstitielle Hyperthermie durchgeführt werden.
  • Zur Lokalisation der Tumoren und zur Bestrahlungsplanung stehen moderne bildgebende Verfahren, wie Computertomographie, Kernspintomographie und Ultraschall, zur Verfügung.
  • Die Bestrahlungsplanung wird mit einem Cluster spezieller Workstations und einer Software für die dreidimensionale Rekonstruktion durchgeführt.
  • Zur Kontrolle der Planungsergebnisse und Justage individueller Kollimatoren zum bestmöglichen Schutz gesunder Organe wird die Geometrie vor Beginn der Strahlenbehandlung mit Hilfe zweier Therapiesimulatoren geprüft.
  • Schließlich erfolgt die Kontrolle und Dokumentation der Geometrie der Bestrahlungsfelder bei mehreren Sitzungen an den Bestrahlungsgeräten durch spezielle Einrichtungen zur Verifikation, wie Verifikationsfilm, Speicherfolie und Leuchtschirm mit Digitalkamera (Röntgenbildverstärker).
  • Nach Beendigung der Strahlenbehandlung läd die Klinik den Patienten in angemessenen Abständen in die Nachsorge-Ambulanz ein, um den Erfolg der Therapie mit der hier vorhandenen Kompetenz und mit allen technischen Möglichkeiten (klinische Untersuchung, Labor, Bildgebung) zu prüfen und im Zweifelsfalle weitere Maßnahmen einleiten zu können.