Strahlen-Immunbiologie

Strahlenklinik

Direktor:
Prof. Dr. med. Rainer Fietkau

Strahlen-Immunbiologie

Die Arbeitsgruppe Strahlen-Immunbiologie wurde im Jahr 2007 von Herrn Prof. Dr. rer. nat. Udo Gaipl ins Leben gerufen.

Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich im Rahmen von der DFG, des BMBF, der EU und Sonderstiftungen (z.B. Bayerische Forschungsstiftung) geförderten Projekten mit den Auswirkungen von ionisierender Strahlung auf das Immunsystem. Dies wird im Bereich der Tumorforschung auch in Zusammenspiel mit zusätzlichen Therapien wie Chemotherapie, Tumorimpfung, Hyperthermie und Immun-Checkpoint-Inhibition sowohl prä-klinisch als auch klinisch interdisziplinär untersucht. Die Arbeiten haben straken translationalen Charakter, da im Wechselspiel von Labor- und klinischen Erkenntnissen an Optimierungen von multimodalen Therapien gearbeitet wird.  Bei der Erforschung von osteoimmunologischen Mechanismen von niedrigen Strahlendosen zur Behandlung von chronisch degenerativen und entzündlichen Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis besteht bereits eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Medizinischen Klinik 3. Zur Bearbeitung der genannten Projekte werden viele der derzeit gängigen Labortechniken angewendet, wie z.B. die Analyse von Tumor- und Immunzellen mit Mehrfarben-Durchflusszytometrie, die Bestimmung von mRNA-Expression durch Real Time PCR und hochauflösender digitaler dropletPCR, die Detektion von Proteinen durch ELISA und Western Blot, und die Analyse von Zellen durch Fluoreszenz- und Durchlichtmikroskopie.

 

Drittmittelgeförderte Projekte

BMBF
Verbundprojekt GREWISalpha: Genetische Risiken und entzündungshemmende Wirkung von dicht-ionisierender a-Strahlung

DFG:
Impact and mechanisms of PD-L1, PD-L2 and EGF-R expression on glioma cells following radiochemotherapy and its consequences for combination with vaccination and PD-1 inhibition

Projektleiter im DFG Graduiertenkolleg GK 1660:
Projekt 1: Role of dendritic cells and T cells in abscopal tumor responses following radioimmunotherapy
Projekt 2: Impact of radiation and resulting reactive oxygen species on the immunogenic potential of HPV+ and HPV- head and neck cancer cells
Projekt 3: HCMV persistence and reactivation during immunosuppression in therapy of brain tumors and after stem cell transplantation. (zusammen mit Prof. T. Winkler)

Bayerische Forschungsstiftung:
Multiskalenuntersuchung der Hyperthermie für neue additive Tumorbehandlungsstrategien (Microthermia)

Klinische Studien:

Astra Zeneka:
Radiotherapy With Double Checkpoint Blockade of Locally Advanced HNSCC (CheckRad-CD8) [ClinicalTrials ID: NCT03426657]

MSD SHARP & DOHME GmbH:
Radiotherapy With Pembrolizumab in Metastatic HNSCC (IMPORTANCE; Keynote-717) [ClinicalTrials ID: NCT03386357]

 

 

 

Im Rahmen eines BMBF-geförderten Verbundprojektes vergibt die AG Strahlenimmunbiologie (Leiter: Prof. Dr. U. Gaipl) der Strahlenklinik Erlangen (Direktor: Prof. Dr. R. Fietkau) zwei Masterarbeiten

Im Gegensatz zur Hochdosis-Radiotherapie, der sich vor allem Tumorpatienten unterziehen, profitieren Patienten, welche unter chronisch degenerativen, entzündlichen Erkrankungen des Bewegungsapparates leiden, von einer niedrig dosierten Röntgentherapie. Erste Erkenntnisse weisen darauf hin, dass niedrig dosierte Röntgenstrahlung anti-inflammatorische Mechanismen im Körper auslöst, die so wiederrum zu einer Verbesserung des Krankheitsbildes führen. Da bei degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates auch die Gelenke stark betroffen sind, soll nun auch untersucht werden, wie sich die Röntgentherapie auf Knochen und Knorpel auswirkt. Eine der beiden Masterarbeiten soll sich mit der Etablierung einer murinen Chondrozytenkultur sowie ersten Untersuchungen der Auswirkung niedrig dosierter Röntgenstrahlung auf Chondrozyten und deren Funktionalität beschäftigen. Im Rahmen einer zweiten Masterarbeit soll eine murine Co-Kultur aus Osteoklasten und Osteoblasten etabliert werden, um die Einflüsse niedrig dosierter Röntgenstrahlung auf den Knochenstoffwechsel zu untersuchen. Die Einzelkultur beider Zelltypen ist bereits im Labor etabliert. Beiden Masterarbeiten stehen etablierte Mausmodelle sowie ein breites Methodenspektrum zur Verfügung. Bei Interesse kontaktieren Sie bitte Frau Dr. Lisa Deloch.

 
Leitung der Arbeitsgruppe
Prof. Dr. rer. nat. Udo S. Gaipl
Prof. Dr. rer. nat. habil. Udo Gaipl
Position: Leiter Strahlen-Immunbiologie
DECT: 09131 85-44258
Fax: 09131 85-39335
E-Mail: udo.gaipl@uk-erlangen.de
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