Neue Therapie bei fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren
Interdisziplinäres Symposium zur neoadjuvanten Immuntherapie bei fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren am 16.09.2026
OP, Bestrahlung, Chemotherapie: Die Behandlung fortgeschrittener Kopf-Hals-Tumoren ist komplex und stellt Betroffene vor große körperliche und seelische Herausforderungen. Medizinisch erfordert sie eine enge Vernetzung der beteiligten Fachdisziplinen. Seit November 2025 ist eine neue Behandlungsmethode zugelassen: die neoadjuvante Immuntherapie für Patientinnen und Patienten mit operablem lokal fortgeschrittenem Plattenepithelkarzinom der Kopf-Hals-Region. Dabei erhalten Betroffene vor dem chirurgischen Eingriff eine Immuntherapie mit sogenannten PD-1-Inhibitoren wie Pembrolizumab. Ziel ist es, die Immunzellen zu aktivieren, sodass diese den Tumor bereits erkennen und bekämpfen, bevor er schließlich operativ entfernt wird. Nach etwa einem Jahr der klinischen Anwendung ziehen Expertinnen und Experten der Projektgruppe „Kopf-Hals-Tumoren“ des Tumorzentrums Erlangen-Nürnberg sowie des Kopf-Hals-Tumorzentrums des Uniklinikums Erlangen nun Bilanz: Am Mittwoch, 16. September 2026, von 16.30 bis 19.45 Uhr, laden die Hals-Nasen-Ohren-Klinik – Kopf- und Halschirurgie, die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgische Klinik und die Strahlenklinik zum „Fränkischen Symposium Kopf-Hals-Onkologie – Universitätsmedizin meets Praxis“ ein und beleuchten Chancen und Risiken des neuen Therapieansatzes.
Im Mittelpunkt des Symposiums stehen die bisherigen Erfahrungen mit der neoadjuvanten Immuntherapie. Die Referentinnen und Referenten der drei Fachdisziplinen erläutern unter anderem, wie sich der neue Behandlungsansatz auf chirurgische Eingriffe auswirkt, welche Herausforderungen sich für die Operateurinnen und Operateure aus der präoperativen Aktivierung der körpereigenen Abwehrzellen ergeben und welche Chancen die Immuntherapie für Patientinnen und Patienten eröffnet. Zudem werfen die Vortragenden einen Blick darauf, wie sich die neoadjuvante Immuntherapie bis heute entwickelt hat und welche Perspektiven sich für die Zukunft abzeichnen könnten. Ein Schwerpunkt des Symposiums liegt auch auf Schluckstörungen, die bei Kopf-Hals-Tumoren und infolge der Behandlung auftreten können, sowie auf Möglichkeiten einer ambulanten Therapie. Nach einer Pause erfahren die Zuhörenden außerdem, wann und wie sie an klinischen Studien teilnehmen können. Den Abschluss bildet ein Einblick in die Selbsthilfearbeit der Vereinigung der Kehlkopfoperierten und Kopf-Hals-Tumor-Erkrankten e. V. Die anschließende Diskussionsrunde bietet die Gelegenheit, Fragen an die Expertinnen und Experten zu stellen.
Das Symposium richtet sich sowohl an medizinisches Fachpersonal als auch an interessierte Bürgerinnen und Bürger. Eine Anmeldung ist erforderlich und kann per E-Mail an kht-zentrum(at)uk-erlangen.de oder telefonisch unter 09131 85-33601 erfolgen. Veranstaltungsort ist der Hörsaal Östliche Stadtmauerstraße 11 in Erlangen.
Weitere Informationen:
Prof. Dr. Sarina Müller
09131 85-33156
hno(at)uk-erlangen.de


