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Marfan-Syndrom (MFS)

Erhöhte Strahlenempfindlichkeit aufgrund von Erbkrankheiten/Genetische Erkrankungen/Mutationen
Hier sind genetische Erkrankungen gelistet, die mit einer erhöhten Strahlenempfindlichkeit in Zusammenhang gebracht werden. Für jede gelistete genetische Erkrankung haben wir Ergebnisse von Literaturrecherchen und unsere eigenen Erfahrungen beschrieben.

Eigene Untersuchungen auf Strahlenempfindlichkeit:

 Die Strahlenempfindlichkeit eines untersuchten Tumorpatienten mit MFS hat sich als stark erhöht herausgestellt.

Literatur zu klinischen Fallberichten/Strahlenfolgen:

  • Bei einem MFS-Patienten kam es bei einer Radiotherapie eines malignen Nervenplexustumors der rechten oberen Extremität zu einer stark ausgeprägten chronischen Radiotoxizität in Form einer Fibrose im bestrahlten Bereich. Zudem entwickelte dieser Patient bereits während der Strahlentherapie eine Hyperpigmentierung der Haut sowie trockenen Husten. Ob das Auftreten insbesondere der chronischen Strahlenfolgen mit dem Vorliegen des MFS zusammenhängt und ob davon betroffene Patienten für das Auftreten von Strahlenspätfolgen prädestiniert sind, müsse in weiteren Untersuchungen geklärt werden. Ein erhöhtes TGF-ß1-Faktor im Verlauf wird als Prädiktor für eine erhöhte Anfälligkeit für chronische Strahlenfolgen diskutiert. Significant fibrosis after radiation therapy in a patient with Marfan syndrome
  • In einem weiteren Artikel wird von zwei MFS-Patienten die sich einer radikalen Strahlentherapie unterzogen haben, berichtet. Bei diesen wurden weder akute noch chronische Strahlenfolgen festgestellt. Es wurde geschlussfolgert, dass eine Radiotherapie bei MFS-Patienten möglicherweise nicht mit einem erhöhten Risiko für Strahlenfolgen verbunden ist. Radiotherapy and Marfan syndrome: a report of two cases.

Schlussfolgerung bzgl. Testung auf Strahlenempfindlichkeit:

Bei Marfan Syndrom muss man mit einer erhöhten Strahlenempfindlichkeit rechnen.