Strahlenempfindlichkeitssyndrome und Erkrankungen

Strahlenklinik

Direktor:
Prof. Dr. med. Rainer Fietkau

Individuelle Strahlenempfindlichkeit bei einer Strahlentherapie

Eine erhöhte individuelle Strahlenempfindlichkeit, die bei einer Strahlentherapie zu einer unerwünschten Therapiefolge führt, ist durch die modernen, präzisen Strahlentherapieverfahren sehr selten geworden. Der Grund dafür ist, dass bei den präzisen, modernen Strahlentherapien immer weniger Normalgewebe im Hochdosisbereich liegt und damit ist das Risiko für unerwünschte Therapiefolgen gering. Ein bestehendes Risiko ist jedoch, dass Patienten eine so stark erhöhte Strahlenempfindlichkeit haben, dass trotz der exakten Bestrahlung die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer unerwünschten Therapiefolge stark ansteigt. Für diese Patienten ist es wichtig, dass sie identifiziert werden und ihre Strahlenempfindlichkeit im Vorfeld bestimmt wird.

Bestimmte Grunderkrankungen sind mit einer solchen erhöhten Strahlenempfindlichkeit assoziiert. Diese kann bei verschiedenen Vorerkrankungen jeweils unterschiedlich stark ausgeprägt sein und unterschiedlich stark zwischen verschiedenen Patienten variieren.
Das Ziel der Aufführung verschiedener Informationen zu Strahlenempfindlichkeitsmessungen und klinischen Fallberichten aus der Literatur bei verschiedenen Vorerkrankungen auf der Webseite der Strahlenklinik Erlangen-Nürnberg ist es nicht, die Strahlenempfindlichkeit für einen Patienten mit einer bestimmten Vorerkrankung sicher vorherzusagen oder gar anhand dessen zu entscheiden, ob eine Radiotherapie geeignet ist oder nicht.
Vielmehr soll das Risiko einer erhöhten Strahlenempfindlichkeit eines Patienten mit einer bestimmten Vorerkrankung und die Sinnhaftigkeit einer Testung auf die individuelle Strahlenempfindlichkeit, dessen Durchführungskapazitäten momentan sehr begrenzt sind, besser eingeschätzt werden können.
Sollte bei einem Patienten eine solche erhöhte individuelle Strahlenempfindlichkeit festgestellt werden, ist diese keine absolute Kontraindikation für eine Radiotherapie.
Stattdessen sollte die Indikation einer Bestrahlung genau geprüft und gegebenenfalls die tägliche und gesamte Strahlendosis der angedachten Radiotherapie entsprechend der Strahlenempfindlichkeit angepasst werden.

Wir sind sehr an Fallberichten über einzelne Patienten mit einem bekannten Grund für die erhöhte Wirkung der Strahlung interessiert und würden uns freuen, wenn sie uns diese mitteilen. Ebenso sind wir an Hinweisen auf Veröffentlichungen mit relevanten Daten über erhöhte Strahlenempfindlichkeit sehr interessiert. Bitte teilen sie uns diese mit, email

 

Arbeitsgruppe individuelle Strahlenempfindlichkeit

Strahlenbiologie

Die individualisierte Krebstherapie ist unser hauptsächliches Forschungsgebiet. Folgende Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit den unterschiedlichen Themen und wir untersuchen dort:

Prof. Dr. med. Luitpold Distel
Position: Leiter Strahlenbiologie
Telefon: 09131 85-32312
Fax: 09131 85-39335
E-Mail: luitpold.distel@uk-erlangen.de
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